Norwegen

Traumhafte Bucht: Felsklippen und Steine
15.05.2022

Nach Kristiansand wollen wir in die erste einsame Bucht in den Schären fahren. Unser Segelfreund Burkhard hat uns eine Reihe Havenguiden Bücher mitgegeben. Dort sind die kleinen Buchten, die teilweise schnell flach werden, eingezeichnet. In Bildern sind die in die Felswände eingeschlagenen Festmacherringe eingezeichnet. Die Bücher sind genauer als unsere Seekarten. Damit wagen wir den ersten Versuch. Langsam fahren wir in die Bucht rein. Der Tiefenmesser springt rasant von 100 Meter auf 50, dann auf 10 Meter. Am Ende tasten wir uns auf 2,30 Meter vor. Wir haben 1,90 Meter Tiefgang und ein bisschen Gezeiten sind hier auch. Es ist knapp, aber es reicht. Vor unserem Burg liegt ein riesiger Fels im Wasser. Weiter vor sollten wir nicht fahren. Wir machen uns ordentlich fest, mit mehreren Festmacher- und zur Sicherheit auch Springleinen. Die nächsten Tage soll der Wind etwas auffrischen. 

Ganz alleine liegen wir hier, umgeben von Felsen und inmitten von glasklarem, türkisen Wasser. Ein bisschen fühlt es sich an, als wären wir im Mittelmeer. Die Wassertemperatur erinnert uns jedoch daran, dass wir im Norden sind. Es ist noch viel zu kalt, um zu schwimmen. Der Sommer hat hier gerade erst begonnen. Die warmen Tage liegen also noch vor uns. Wir bleiben drei Nächte in der Bucht. Gehen wandern, klettern die Felsen rauf und laufen in das nahegelegene Örtchen. Bei Windstille machen wir unsere ersten Testflüge mit der Drohne. Die Bilder zeigen, wie schön es hier ist. Wir genießen die Natur und die Stille. Langsam kommen wir an. In Norwegen und in unserem neuen Lebensabschnitt.